Passives Einkommen aufbauen: 10 starke Ideen vorgestellt

Erschienen: 04.11.2017 | Thema: Finanzielles Basiswissen | Lesezeit: 10 Min.

Nie wieder arbeiten und dabei trotzdem Geld verdienen. Diesen Traum haben viele Menschen. Aber wie soll das überhaupt funktionieren? Der Schlüssel dazu nennt sich „Passives Einkommen“. Doch die Quellen für so ein alternatives Einkommen müssen erstmal gefunden werden. Wir stellen deshalb 10 Ideen vor und zeigen auch, warum der Traum vom Geld verdienen ohne Arbeit wirklich nur ein Traum ist.

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Bei den meisten von uns sieht es mit den Quellen für das monatliche Einkommen eher mau aus. Häufig gibt es nur eine einzige: der Job. Stellen Sie sich dazu einmal eine imaginäre Wage vor: Auf der einen Waagschale liegt nur ein einziges Gewicht. Es trägt die Aufschrift ,,Arbeit“. Auf der anderen Waagschale befinden sich dagegen ganz viele kleine Gewichte mit Aufschriften wie ,,Miete“, ,,Benzin“ oder ,,Lebensmittel“. Momentan befindet sich die Waage fast im Gleichgewicht. Die Seite mit dem einzelnen Gewicht für ,,Arbeit“ ist sogar etwas schwerer.

Anders gesagt: Einzig ihr Job, dem Sie täglich nachgehen, hält Ihre finanzielle Situation in einem stabilen Gleichgewicht.

Doch was passiert wenn dieser Job plötzlich weg fällt? - Die Waage gerät dann vollkommen aus dem Gleichgewicht. Denn andere Möglichkeiten Ihre Finanzen stabil zu halten existieren nicht. Es besteht also eine gefährliche Abhängigkeit und die sollte eigentlich vermieden werden. Dafür müssen passive Einkommensquellen her. Unsere 10 Ideen dafür stellen wir Ihnen weiter unten in diesem Artikel vor.



Passives Einkommen: Eine kleine Einführung

Normalerweise ist Einkommen immer mit dem folgenden einfachen Prinzip verknüpft: Zeit gegen Geld.

Wenn Sie arbeiten gehen, dann bezahlen Sie Ihren Arbeitgeber in dem Sie ihm Ihre Zeit zur Verfügung stellen. Die Gegenleistung, die Sie dafür erhalten ist Geld. Logisch.

Hier liegt aber auch das eigentliche Problem: Da Sie in der Regel an fünf Tagen pro Woche für acht Stunden Ihrem Arbeitgeber zur Verfügung stehen, bleibt wenig Zeit um ansonsten noch Geld zu verdienen. Mit dem Prinzip ,,Zeit gegen Geld“ funktioniert das Erreichen von weiterem Einkommen also nicht.

An dieser Stelle kommt das Passive Einkommen ins Spiel: Hier verdienen Sie Geld, ohne das Sie unmittelbar oder aktiv etwas dafür tun müssen. Während Sie also ihrem eigentlichen Job nachgehen oder einfach nur faul auf dem Sofa rumliegen, verdienen Sie zusätzliches Geld. Was sich einfach anhört, gestaltet sich in der Praxis allerdings wesentlich schwerer.



Durch Passives Einkommen nie wieder arbeiten? Leider nur ein Traum.

Auch wenn sich das Geld verdienen mit Passivem Einkommen vielleicht nach Geld verdienen im Schlaf anhört, so leicht ist das leider nicht. Denn auch hier gilt immer noch die alte Regel:

Geld verdienen ohne dafür zu arbeiten, das geht nicht.

Denn auch für Passives Einkommen müssen unter Umständen viel Arbeit und eine ganze Menge Zeit investiert werden. Der Trick bei der Sache ist aber, das Zeit geben und dafür Geld bekommen nicht mehr direkt miteinander verknüpft sind.

Idealerweise sieht das ganze in der Praxis so aus: Sie investieren einmal Zeit, Arbeit und vielleicht auch etwas Geld in ein ,,Projekt“ und schaffen dabei etwas, womit sich im Anschluss Geld verdienen lässt. Und zwar von ganz allein.

Das heißt nicht, dass sie sich von nun an nie wieder mit diesem ,,Projekt“ beschäftigen müssen. Vielleicht ist es auch notwendig jeden Monat ein paar Stunden damit verbringen. Aber in der Regel sollte das Geld ganz automatisch verdient werden.



Mit der richtigen Idee ans Ziel

Welche Möglichkeiten gibt es nun also, mit denen sich Geld ganz nebenbei verdienen lässt? Gerade heute im Zeitalter des Internets gibt es dafür eine Vielzahl an neuen Optionen. Für viele brauchen Sie tatsächlich nicht mehr als einen Computer und einen Internetanschluss. Es gibt aber auch ganz altbewährte und klassische Methoden, mit denen sich einfach etwas dazu zu verdienen lässt.

Mit Sicherheit ist es aber heute leichter denn je, sich ein Passives Einkommen aufzubauen. Alles beginnt jedoch mit der richtigen Idee. Wir haben 10 davon herausgesucht, die ganz verschiedene Wege des Passiven Einkommens zeigen. Manche sind dabei wirklich mit sehr viel Arbeit und zum Teil auch Vorwissen verbunden. Bei anderen können Sie sogar ihr Hobby zum Beruf machen oder ein vorhandenes Talent nutzen. Und schon geht's los:

Idee #1: Ein E-Book schreiben und verkaufen: Wenn Sie gerne schreiben oder es versuchen möchten, dann könnte diese Idee eine gute Möglichkeit sein. War es früher für neue Autoren noch schwer einen Verlag zu finden der das Geschriebene vermarktet, so ist es heute ganz einfach.

Dank Amazon und dem Kindle Shop kann heute jeder selber seine eigenen Bücher als digitales E-Book verkaufen. Der Markt dafür wächst sogar stetig weiter. Auch den Preis für das eigene E-Book können Sie dabei selbst festlegen, denn eine Buchpreisbindung gibt es bei digitalen Büchern nicht. Es muss auch nicht gleich ein anspruchsvoller Roman sein. Besonders Ratgeber sind sehr beliebt. Wenn Sie Fachwissen zu einem bestimmten Thema haben, dann dürfte es Ihnen sicher leicht fallen etwas dazu aufzuschreiben, das anderen weiterhilft.

So entsteht am Ende vielleicht sogar eine ganze Buchreihe, die sich rund um die Uhr verkauft, ohne das Sie noch etwas dafür tun müssen.


Idee #2: Dividenden. Ein zeitloser Klassiker: Schon seit weit mehr als 100 Jahren profitieren Aktienanleger von einem regelmäßiges Passives Einkommen aus Dividendenzahlungen. Eine Geldquelle die so alt ist wie die Börse selbst und trotzdem nur von wenigen Menschen erkannt und genutzt wird - zumindest in Deutschland.

Dabei ist es wirklich ganz einfach: Sie investieren Geld in die Aktien von großen und stabilen Unternehmen und erhalten dafür regelmäßig eine Beteiligung am Gewinn dieser Unternehmen, die sogenannte Dividende. Mehr dazu haben wir bereits in einem eigenen Artikel zur Geldanlage an der Börse erläutert.

Diese Form des Einkommens ist zwar mit Risiken verbunden und erfordert ein gewisses Know-How, auf der anderen Seite bieten sich hier aber hervorragende finanzielle Möglichkeiten. Es lohnt sich also, das Thema Börse und Aktien einmal genauer zu betrachten. Gute und leicht verständliche Literatur dazu gibt es schließlich genug.


Idee #3: Die Sharing Economy nutzen: Mit ,,Sharing Economy“ ist das Teilen von Dingen aller Art gemeint. Dieser Trend hat sich vor allem in den letzten Jahren entwickelt. Ob ein freies Bett in Ihrem Gästezimmer oder Ihr Auto, alles mögliche lässt sich heute mit anderen Teilen. Gegen ein gewisses Entgelt natürlich. Möglich machen das Plattformen wie airbnb oder Drivy. Bei letzterer können Sie Ihr Auto sogar vermieten lassen ohne dabei selbst anwesend sein zu müssen.

Das Fahrzeug steht bei den meisten Menschen zu 90 % der Zeit sinnlos herum und kostet dabei eine Menge Geld. Warum nicht in dieser Zeit das eigene Auto zur guten Quelle für Passives Einkommen werden lassen?

Sicher keine Idee die für jeden dauerhaft geeignet ist, auf der anderen Seite aber auch sehr flexibel.


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Idee #4: Für Kreative: Fotos, Videos oder Grafiken verkaufen: Auch unsere vierte Idee nutzt die Möglichkeiten der digitalen Welt. Denn durch die ständig wachsende Zahl an digitalen Angeboten, besteht auch eine wachsende Nachfrage nach Bildern, Animationen oder anderen grafischen Elementen. So gibt es auch diverse Plattformen, die diese Inhalte zum Kauf bzw. zur kostenpflichtigen Nutzung anbieten.

Eine der größten Plattformen für Inhalte aller Art ist beispielsweise der Dienst Adobe Stock. Hier lässt sich von Designvorlagen bis hin zu 3D Animationen alles vermarkten, was die digitale Medienlandschaft begehrt. Ist ein selbst erstellter Inhalt einmal in den Katalog aufgenommen, lässt er sich vollkommen automatisiert und beliebig oft verkaufen.

Daneben gibt es auch spezialisierte Plattformen auf denen sich beispielsweise nur Infografiken oder ähnliche Visualisierungen anbieten lassen.

Bei all diesen Anbietern wird jedoch auch ein gewisser Anspruch erwartet. Die Inhalte sollten also über „Hobby-Niveau“ herausreichen. Außerdem ist die Konkurrenz unter Umständen sehr groß und die Plattformen verdienen über Provisionen ordentlich mit.


Idee #5: Der Newcomer: P2P-Kredite / Crowd-Investing: Besonders in den letzten Jahren hat das sogenannte Crowd-Investing immer mehr an Beliebtheit gewonnen. Hierbei finanzieren Sie zusammen mit vielen anderen Investoren Kredite aus den unterschiedlichsten Bereichen. Das können Auto- oder Konsumkredite, Immobilienkredite oder auch Firmenprojekte sein.

Der Vorteil: Die Zinsen sind oft sehr attraktiv und das Risiko lässt sich auf der anderen Seite trotzdem gering halten. So bieten einige Plattformen Zinserträge von 10 % und mehr an.

Da jedoch häufig schon ab 10 € Investment die Beteiligung an einem Kredit möglich ist, lässt sich das investierte Kapital auf sehr viele Kredite verteilen. Dadurch verringert sich das Risiko eines Kreditausfalls deutlich.

Im Deutschland dürfte hierbei vor allem die Plattform Auxmoney bekannt sein. Aber auch im EU-Ausland ist das Investieren in solche P2P-Kredite möglich. Als einer der größten Anbieter ist hier die Plattform Mintos zu nennen.


Idee #6: Eine Webseite betreiben: Bei dieser Idee lässt sich sicher unendlich in die Tiefe gehen, denn die Möglichkeiten sind hier genau so unbegrenzt groß wie das Internet selbst. Auch das technische Wissen muss dafür heute garnicht mehr so groß sein, denn dank zahlreicher Dienste wie zum Beispiel Jimdo kann jeder, auch ohne Programmierkenntnisse zum Webmaster werden.

Als Grundlage zum Erfolg dient dabei immer das gleiche Erfolgsrezept, welches auch in der analogen Welt besteht: Bieten Sie etwas an, dass für andere einen Mehrwert bietet. Egal ob Sie einen Blog über glutenfreie Ernährung starten oder ein Forum über ihre Lieblingsserie, sie müssen andere damit begeistern können. Die Möglichkeiten zum Aufbau eines Passiven Einkommens ergeben sich dann von ganz allein über Einnahmequellen wie Werbebanner, Sponsoring, Affiliate-Marketing und co.


Idee #7: Dinge vermieten: Etwas angelehnt an Idee Nr. 3, aber diesmal ganz klassisch: Werden Sie zum Vermieter. Das kann die gute alte Immobile sein, aber geht auch in viel kleineren Dimensionen. Sie haben einen Anhänger der fast das ganze Jahr über nur nutzlos herumsteht? Dann vermieten Sie ihn doch einfach.

Auch hier sind die Möglichkeiten wieder Parktisch unbegrenzt: von Werkzeug über Bierbänke bis hin zum Dachgepäckträger fürs Auto. Es gibt viele Dinge die andere Menschen zwar hin und wieder mal benötigen, sich aber ungern selber kaufen möchten.

Und auch bei den Immobilien ergeben sich mit etwas Kreativität ganz neue Möglichkeiten. So lässt sich aus einem alten Lagerschuppen vielleicht mit wenig Aufwand eine ganz besondere Eventlocation machen, die einfach über das Internet beworben werden kann.


Idee #8: Eine App entwickeln: Auch wenn die Konkurrenz in diesem Bereich mittlerweile wirklich sehr groß ist, kann mit der richtigen Idee trotzdem noch eine Menge Geld verdient werden. Mal eben schnell eine App zusammenschustern dürfte dafür allerdings nicht mehr ausreichen.

Natürlich sollten Programmierkenntnisse dafür unbedingt vorhanden sein, aber auch die kann sich heute jeder kostenfrei selber aneignen. Allein YouTube bietet hier ein großes Angebot an lehrreichen Videos. Und wenn es mit dem Programmieren doch nicht klappt, kann die Entwicklungsarbeit auch einfach eingekauft werden. Das geht selbstverständlich ebenfalls online.

Ist Ihre App erstmal bei den gängigen Appstores erhältlich, kann sich so schnell eine gute und langfristige Quelle für Passives Einkommen ergeben.


Idee #9: Wissen vermitteln und Passives Einkommen erzielen: Sie sind Experte in einem bestimmten Thema oder haben zumindest einen ordentlichen Wissensvorsprung gegenüber anderen? Dann geben Sie dieses Wissen doch einfach weiter. Das geht heute auch unkompliziert und digital mit dem eigenen Online-Kurs.

Auch in diesem Bereich gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Möglichkeiten, mit denen sich auch Geld verdienen lässt. Über die Plattform Udemy, lässt sich besipielsweise so ein Online-Kurs einfach selbst erstellen und vertreiben. Dabei lassen sich Inhalte in Form von Videos, Grafiken oder Text hochladen und für die Nutzer bereitstellen.

Das Spektrum an möglichen Kursthemen ist zudem sehr breit angelegt, sodass Nutzer mit den verschiedensten Interessen angesprochen werden können.


Idee #10: Einen eigenen Shop bei Amazon eröffnen: Ein eigener Internetshop? Das ist doch zeitaufwendig und braucht Lager und Logistik? - So war es früher eimal, doch dank Amazon geht es heute auch viel einfacher. Die beliebte Shoppingplattform ist nämlich auch für Drittanbieter geöffnet, sodass jeder dort mit wenigen Klicks eigene Waren verkaufen an. Vorkenntnisse wie z.B. Programmieren werden nicht benötigt.

Und damit das ganze noch einfacher wird, bietet Ihnen Amazon als Händler an, Lager und Logistik gleich für Sie mit zu übernehmen. So kann jeder zum Betreiber eines eigenen Online Handels werden und braucht dafür nicht mehr als einen Computer. Los geht’s.



Fazit

Das war sie, unsere Top 10 der Ideen für Passives Einkommen. Vielleicht war ja auch etwas für Sie dabei. Auf jeden Fall gibt es heute, gerade durch das Internet eine Vielzahl an Möglichkeiten mit denen sich leicht etwas dazu verdienen lässt. Der Erfolg hängt dabei natürlich auch immer stark von der jeweiligen Bereitschaft ab, Arbeit und Zeit neben dem Hauptberuf zu investieren. Lohnen kann sich das aber in jedem Fall.
Wenn Sie noch weitere Idee haben, dann schreiben Sie sie doch gerne in die Kommentare und lassen Sie uns und andere User daran teilhaben.

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